Klassische Kokardenblume in Rot und Gold
Die Zweifarbige Kokardenblume 'Bremen' ist eine bekannte ältere Sorte der Prärie-Kokardenblume Gaillardia aristata und wird bereits seit 1929 kultiviert. Ihre auffälligen Blüten zeigen ein intensives Farbspiel aus dunklem Rot und leuchtend gelben Spitzen. Die margeritenähnlichen Blütenköpfe erreichen je nach Standort etwa 5 bis 10 cm Durchmesser und sitzen auf aufrechten, schlanken Stielen.
Die mehrjährige Staude wird etwa 60 bis 75 cm hoch und wächst aufrecht bis locker buschig. Von Juli bis September erscheinen fortlaufend neue Blüten, bei günstiger Witterung teilweise auch früher und bis in den Oktober hinein. Durch ihre klare Zweifarbigkeit setzt 'Bremen' starke Akzente in sonnigen Staudenbeeten, Präriepflanzungen und naturnahen Gartenbereichen.
Auch als Schnittblume ist die Sorte gut geeignet. Die stabilen Blütenstiele und die kontrastreichen Blüten machen sie zu einer auffälligen Ergänzung für sommerliche Sträuße. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine attraktive Nachblüte im Spätsommer und Herbst fördern.
Langblühende Staude für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge
Die offenen Blüten der Kokardenblume bieten reichlich Nektar und Pollen und werden von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Käfern und Schmetterlingen besucht. Gerade im Hochsommer, wenn manche andere Pflanzen bereits eine Blühpause einlegen, sorgt 'Bremen' über viele Wochen für ein wertvolles Nahrungsangebot.
Wer einzelne Samenstände ausreifen lässt, kann der Pflanze außerdem die Möglichkeit zur Selbstaussaat geben. An passenden Standorten versamt sich 'Bremen' bereitwillig und kann sich so im Garten selbst erhalten. Soll die Ausbreitung begrenzt werden, empfiehlt es sich, Verblühtes regelmäßig zu entfernen.
Aussaat und Pflege der Kokardenblume 'Bremen'
Die Vorkultur kann ab März bis April im Haus oder Gewächshaus beginnen. Die Samen sind Lichtkeimer und werden deshalb auf lockere, gut durchlässige Anzuchterde gestreut, leicht angedrückt und höchstens hauchdünn mit Erde oder Sand bedeckt. Bei etwa 15 bis 20 °C keimen sie meist innerhalb von 14 bis 21 Tagen. Das Substrat während der Keimphase gleichmäßig feucht halten, aber nicht vernässen.
Ab Mai, sobald keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, ist auch eine Direktsaat ins Freiland möglich. Dafür ein lockeres, unkrautfreies Saatbett vorbereiten, die Samen oberflächlich ausbringen, leicht andrücken und nur sehr dünn bedecken. Nach dem Auflaufen die Jungpflanzen auf etwa 30 bis 40 cm Abstand vereinzeln.
Vorgezogene Jungpflanzen können nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt werden. 'Bremen' bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit lockerem, gut durchlässigem, sandig-lehmigem Boden. Schwere Böden sollten mit Sand oder feinem Kies verbessert werden, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Staunässe ist besonders im Winter zu vermeiden.
Nach dem Anwachsen ist die Kokardenblume gut trockenheitsverträglich und kommt mit mäßigen Wassergaben aus. Eine zurückhaltende Düngung ist meist ausreichend. Zu nährstoffreiche Böden oder starke Düngung können zu weicherem Wuchs und einer geringeren Blühfreude führen.
Ein handhoher Rückschnitt im Spätsommer oder Herbst unterstützt die Bildung kräftiger Überwinterungsknospen und fördert einen kompakten Neuaustrieb im folgenden Jahr. 'Bremen' ist in Mitteleuropa gut winterhart und wird etwa der USDA-Winterhärtezone 6 zugeordnet. In exponierten Lagen kann ein leichter Schutz mit Reisig oder Mulch sinnvoll sein.
Andere namen
| Botanische naam: |
Gaillardia aristata |
| Franse namen: |
Gaillarde aristée, Gaillarde vivace |
| Spaanse namen: |
Gallardia, Gaillardia, Gallardia perenne |
| Italiaanse namen: |
Gagliarda perenne, Gaillardia perenne, Gaillardia |
| Nederlandse namen: |
Vaste kokardebloem, Kokardebloem |