Weiße Blüten und violette Staubgefäße schweben über der Blattrosette
Die Weiße Schaben-Königskerze ist eine elegante, eher locker wachsende Königskerze mit cremeweißen bis reinweißen Blüten und auffällig violetten Staubgefäßen.
Verbascum blattaria f. albiflorum ist die weißblühende Form der Schaben-Königskerze. Anders als viele dicht und mächtig blühende Königskerzen trägt sie ihre Einzelblüten in lockeren Abständen an aufrechten, schlanken Stängeln. Dadurch wirkt die Pflanze leicht und transparent und lässt sich gut zwischen Gräsern und anderen trockenheitsverträglichen Stauden einsetzen.
Die hellen Blüten bilden einen reizvollen Kontrast zu den dunkleren, häufig violetten Staubfäden und Staubbeuteln. Besonders schön kommt diese Zeichnung in kleinen Gruppen, an sonnigen Beeträndern und in naturnahen Pflanzungen zur Geltung. Auch für Kiesgärten, trockene Staudenbeete und lockere Wildstaudenpflanzungen ist die weißblühende Königskerze gut geeignet.
Die Pflanzen bilden zunächst eine kräftige, grundständige Blattrosette. Aus ihr wachsen im folgenden Jahr die lockeren Blütenstände empor. Je nach Boden und Nährstoffversorgung kann die Wuchshöhe deutlich variieren: Auf mageren Standorten bleiben die Pflanzen kompakter, während sie auf fruchtbareren Böden wesentlich höher werden können.
Die kurzlebigen, meist zweijährigen Pflanzen können sich an passenden Standorten zuverlässig selbst aussäen. Wer den Bestand im Garten erhalten möchte, lässt deshalb einige Samenstände ausreifen. Die Blüten werden von verschiedenen Insekten besucht und können außerdem für den Vasenschnitt verwendet werden.
Der ungewöhnliche deutsche Name geht auf den historischen Glauben zurück, die Pflanze könne Schaben, Motten und anderes Ungeziefer vertreiben. Heute wird sie vor allem wegen ihrer hellen Blüten, ihres luftigen Wuchses und ihres natürlichen Gartencharakters geschätzt.
Aussaat & Pflege der Weißen Schaben-Königskerze
Die feinen Samen können ab März bis April im Haus vorgezogen oder von April bis Juni direkt ins Freiland gesät werden. Auch eine Aussaat im Spätsommer oder Herbst ist möglich. Da Königskerzen Lichtkeimer sind, werden die Samen nur auf feuchte Anzuchterde oder einen feinkrümelig vorbereiteten Boden gestreut und leicht angedrückt. Nicht oder nur hauchdünn mit Erde bedecken. Das Substrat bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten, aber nicht vernässen.
Nach der Keimung die Jungpflanzen hell und eher kühl weiterkultivieren. Vorgezogene Pflanzen können nach den letzten stärkeren Frösten ins Freiland gesetzt werden. Ein Abstand von etwa 30 bis 40 cm gibt den Blattrosetten und späteren Blütenständen ausreichend Raum.
Verbascum blattaria f. albiflorum bevorzugt einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort und einen mageren bis mäßig nährstoffreichen, kalkhaltigen oder neutralen Boden. Wichtig ist eine gute Drainage, da Staunässe und dauerhaft feuchte Erde die Pflanzen schwächen. Eingewachsene Exemplare vertragen Trockenheit gut und benötigen nur während längerer trockener Perioden zusätzliche Wassergaben.
Die Pflanze wird meist zweijährig kultiviert: Im ersten Jahr entsteht die Blattrosette, im zweiten Jahr folgen die Blütenstände. Nach der Blüte können verblühte Stängel zurückgeschnitten werden. Für eine natürliche Selbstaussaat sollten einige Samenstände stehen bleiben und vollständig ausreifen.
Andere namen
| Botanische naam: |
Verbascum blattaria f. albiflorum |
| Franse namen: |
Molène blattaire à fleurs blanches, Molène blattaire, Herbe aux mites, Bouillon mitier |
| Spaanse namen: |
Polillera de flores blancas, Polillera, Sabonera, Gordolobo |
| Italiaanse namen: |
Verbasco polline a fiori bianchi, Verbasco polline, Verbasco blattario |
| Nederlandse namen: |
Witbloemig mottenkruid, Mottenkruid, Witbloemige motwerende toorts |