Vom aztekischen Tempelschmuck zur modernen Sommerblume
Der niedrige Dahlien-Mix Dahlia variabilis, auch als Georginen bekannt, vereint die ungezwungene Schönheit einfacher Blüten mit einem kompakten, buschigen Wuchs. Ursprünglich stammen Dahlien aus Mexiko, wo sie bereits lange vor ihrer Einführung in Europa kultiviert wurden und unter anderem die Tempelanlagen der Azteken schmückten.
In ihrer Heimat spielten Dahlien nicht nur als Zierpflanzen eine Rolle. Sowohl ihre unterirdischen, stärkehaltigen Knollen als auch die Blüten galten als essbar. Die Knollen lassen sich ähnlich wie Kartoffeln zubereiten, während die Blüten frisch geerntet eine dekorative und milde Zutat für Salate darstellen. Auch wenn Dahlien heute in erster Linie als Zierpflanzen bekannt sind, zeugt diese Nutzung von ihrer langen kulturgeschichtlichen Bedeutung.
Mit einer Wuchshöhe von etwa 25 bis 50 cm bleibt dieser Mix bewusst niedrig und eignet sich hervorragend für den Vordergrund von Beeten, als farbenfrohe Einfassung entlang von Wegen oder für Kübel und Balkonkästen. Die offenen, nicht gefüllten Blüten erscheinen in einem lebendigen Farbspektrum aus Rot, Rosa, Gelb, Lila, Weiß und warmen Zwischentönen wie Lachs.
Die einfache Blütenform ist nicht nur ästhetisch reizvoll, sondern auch ökologisch wertvoll: Sie macht Nektar und Pollen leicht zugänglich und zieht Bienen sowie Schmetterlinge zuverlässig an. Gleichzeitig lassen sich die Blüten gut für kleine Sommersträuße schneiden. Bei regelmäßigem Ausputzen blühen die Pflanzen den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein.
Ein unkomplizierter Sommerblüher mit Geschichte – kompakt, blühfreudig und insektenfreundlich.
Aussaat & Pflege
Die Aussaat des niedrigen Dahlien-Mix erfolgt idealerweise in Vorkultur etwa vier bis acht Wochen vor dem letzten Frost. Die Samen werden nur leicht mit feiner Erde oder Substrat bedeckt und bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C gleichmäßig feucht gehalten. Die Keimung erfolgt in der Regel innerhalb von 7 bis 21 Tagen.
Nach dem Erscheinen der ersten echten Blätter werden die Jungpflanzen pikiert und einzeln weiterkultiviert. Das Auspflanzen ins Freiland sollte erst nach den Eisheiligen erfolgen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Ein sonniger, warmer Standort mit lockerem, humosem und gut durchlässigem Boden fördert eine üppige Blüte.
Während der Wachstums- und Blütezeit benötigen die Pflanzen regelmäßige Wassergaben, Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Eine moderate Düngung sowie das konsequente Entfernen verblühter Blüten verlängern die Blühdauer deutlich und sorgen für einen kompakten, gesunden Wuchs.
Im Herbst ausgegrabene Knollen können frostfrei überwintert und im nächsten Frühling wieder ausgepflanzt werden. Die Jungpflanzen müssen vor Schnecken geschützt werden.
Andere namen
| Botanische naam: |
Dahlia variabilis; Syn. Dahlia hortensis; Dahlia pinnata |
| Franse namen: |
Dahlia, Dahlia nain, Dahlia simple, Dahlia à fleurs simples, Dahlia de bordure |
| Spaanse namen: |
Dalia, Dalia enana, Dalia simple, Dalia de jardín, Dalia de bordura |
| Italiaanse namen: |
Dalia, Dalia nana, Dalia semplice, Dalia da bordura, Dalia ornamentale |
| Nederlandse namen: |
Dahlia, Dwergdahlia, Lage dahlia, Enkelbloemige dahlia, Borderdahlia |